Rückblick  

15.04.2010

7. PROCESS & IT INTEGRATION FORUM

Integration Management – Komplexe IT-Landschaften erfolgreich managen

„Integration Management – Komplexe IT-Landschaften erfolgreich managen“ lautete der Titel des 7. Process & IT Integration Forums, das am 15. April 2010 wieder zahlreiche Besucher in den Hörsaal der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden zog. Das unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Horst Beidatsch (HTW Dresden) ausgerichtete IT-Event wartete mit drei hochinteressanten Vorträgen und spannenden Anschluss-Diskussionen auf. Die Moderation übernahm Ron Schmalz (ITARICON).

Martin Weidauer, Manager für den Bereich Integration Management bei ITARICON, machte in seinem Vortrag klar, weshalb der Betrieb von Integrationsszenarien für verteilte Anwendungslandschaften speziell bei Großunternehmen einen zentralen Platz in der IT einnimmt. Am Beispiel eines Prozesses zur Zahlungsabwicklung wurden zunächst grundlegende Prinzipien beim Betrieb von Enterprise Service Bussen wie Mapping und Routing erklärt. Anschließend veranschaulichte Herr Weidauer, wie der Systembetrieb und das Integration Management Team mit einem gemeinsamen System Lifecycle Management mögliche technische und fachliche Betriebsprobleme effizient lösen können.

Der Praxisvortrag von Marcus Koschlig, Teamleiter Systemintegration bei der Volkswagen Financial Services AG und Christian Scholz, Manager des Geschäftsbereichs People and Process Integration bei ITARICON, lieferte Antworten auf die Frage, wie die komplexe IT-Anwendungslandschaft des Braunschweiger Finanzdienstleisters erfolgreich mit einem spezialisierten Serviceteam betrieben wird. Wer kümmert sich um die reibungslose technische Kommunikation und geht auf die Spurensuche, wenn Nachrichten im Umfeld der Integrationsschicht verloren gehen oder „still stehen“? Wer koordiniert die notwendigen Fehlerbehebungsmaßnahmen mit und zwischen den betroffenen Anwendungen? Diese und weitere Fragen verdeutlichen, warum Integration Management alles andere als klassisches Maschinen-Monitoring ist, sondern darüber hinaus starkes Prozesswissen und abteilungsübergreifendes Koordinationsgeschick abverlangt.

Mit Detlaff Ross, Business Consultant bei der Software AG, berichtete ein erfahrener Kenner komplexer RZ-Strukturen von der Notwendigkeit eines stringenten Prozessmanagements beim Betrieb eines Rechenzentrums. Anhand verschiedener Praxis-Beispiele, so zum Beispiel im Rahmen von Software-Freigabeverfahren, beim RZ-Produktionsmanagement oder auch in Form von Lettershop-Services veranschaulichte Herr Ross, worauf es bei der Prozessoptimierung komplexer Gesamtsysteme ankommt.

Wir danken an dieser Stelle allen Referenten für Ihre wertvollen Beiträge und den zahlreichen Teilnehmern für ihr großes Interesse.

29.10.2009

6. PROCESS & IT INTEGRATION FORUM

SOA in der Praxis - Erfahrungsberichte

Im Rahmen des 6. PROCESS & IT INTEGRATION FORUM fanden sich am 29. Oktober 2009 rund 100 Gäste im gut gefüllten Hörsaal der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden ein, um mit IT-Experten aus Wirtschaft und Hochschule das spannende Thema „SOA in der Praxis“ zu diskutieren.

Im Fokus des unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Horst Beidatsch (HTW Dresden) ausgerichteten und von Moderator Henrik Wissing (ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH) geleiteten Expertenforums standen Erfahrungsberichte rund um die Schlüsselfrage, wie denn eine SOA sinnvoll und effizient eingeführt werden kann.

Die Eröffnung des Abends übernahm Volker Kunze von der ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH, der seit zwei Jahren intensiv die Einführung einer serviceorientierten Architektur bei der Volkswagen Financial Services AG in Braunschweig vorantreibt. Der Vortrag SOA Top Down - Erfahrungsbericht SOA Roadmap stellte klar, dass über reine technologische Aspekte hinaus zahlreiche andere Herausforderungen zu bewältigen sind. Beispielsweise bedarf es für eine erfolgreiche SOA-Einführung der Akzeptanz des Top-Managements im Unternehmen. Außerdem muss eine SOA-Governance derartig intelligent aufgebaut werden, damit sie die entstehende Komplexität sowohl fachlich als auch technologisch beherrscht.

In Abgrenzung zum Top-Down-Ansatz, der vorzeigbare Erfolge in der Regel erst nach einer gewissen Amortisationszeit erzielt, ermöglicht die Bottom-Up-Perspektive bereits kurzfristige Ergebnisse zu akzeptablen Kosten, wie Omar Bumann, Head of SAP Project Management von der Resource AG (A Swisscom Company), und Enterprise Architect Erik Köhler von der ITARICON Swiss GmbH transparent und eindrucksvoll in ihrem Vortrag SOA Bottom Up - Integration als Ausgangspunkt erläuterten. Im Mittelpunkt dieses Projektes stand dabei die Integration zahlreicher Legacy-Systeme sowie die Einführung eines neuen SAP ERP-Releases.

Der Bottom-Up-Approach eignet sich speziell für Unternehmen, die kurzfristigen Ergebnisdruck, geringe Kosten, ein gespanntes politisches Umfeld sowie das Festhalten an erprobten Methoden als Rahmenparameter vorfinden.

Top-Down- und Bottom-Up-Herangehensweise sind gut miteinander vereinbar. Eine große Herausforderung bei der alleinigen Verfolgung des Top-Down-Ansatzes ist allerdings die technische Realisierung. Da die Technik-Frage bei Bottom-Up-Projekten geklärt ist, macht es Sinn, als Grundlage zunächst Bottom-Up-Projekte zu implementieren.

Als Fazit bei der SOA-Einführung ist daher eine Mischform – quasi ein hybrider Ansatz – zu empfehlen: mit Bottom-Up starten, mit Top-Down in die breite Umsetzung gehen. Nur so entwickelt die SOA ihre volle Wirkung auf Ihr Ziel – nämlich auf die Geschäftsprozesse.

Der dritte Vortrag des Abends drehte sich um das OracleEnterprise Repository im Praxistest. Bernhard Fischer-Wasels von Oracle Deutschland GmbH zeigte auf, wie komplexe SOA-Projekte in der Praxis übersichtlich und kontrolliert betreut werden können. Ein Tool, welches eine echte SOA Governance für den gesamten Entwicklungs- und Betriebs-Lifecycle ermöglicht, ist das „Oracle Enterprise Repository“.

Wir danken allen Referenten für die wertvollen Beiträge und den zahlreichen Teilnehmern für ihr großes Interesse.

01.07.2009

5. Process & IT Integration Forum

Hinter den Kulissen von SOA - Herausforderungen für Geschäftsprozesse und Unternehmensorganisation

Am 25.06.2009 trafen sich unter der Schirmherrschaft der HTW und der ITARICON GmbH Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft in der HTW Dresden um beim 5. ProIT-Forum Fragen aus der IT praxisnah zu diskutieren. Das Thema "Hinter den Kulissen von SOA - Herausforderung für Geschäftsprozesse und Unternehmensorganisation" wurde von insgesamt vier Referenten in drei Vorträgen intensiv erörtert. Studenten und Wissenschaftler der Hochschule sowie Vertreter aus der Wirtschaft konnten anhand der Vorträge Einblicke in die Problemstellung der Unternehmens-IT gewinnen.

Das von den Besuchern positiv aufgenommene Forum eröffnete ein tieferes Verständnis und neue Perspektiven hinsichtlich der Vorgänge, Themenkomplexe und Herausforderungen, die sich hinter dem abstrakten und vielseitig interpretierbaren Begriff "Serviceorientierte Architektur (SOA)" verbergen.

Dr. Andrej Werner (Universität Leipzig) referierte in seinem Vortrag über Anforderungen, die SOA an derzeitig bestehende Modelle stellt und zeigte inwiefern eine Neuorientierung im Hinblick auf ereignisgesteuerte Prozessketten sinnvoll sein kann. Er lieferte den Zuhörern damit einen guten Abriss und eine intensive Einführung zum Thema. Falk Ostermann und Holger Wendt veranschaulichten den Besuchern anhand eines konkreten Beispiels aus dem Projektumfeld die Herausforderungen bei der Umgestaltung von Prozessen und Organisation im Rahmen einer SOA.

Helmut Geiger setzte in seinem Vortrag die Produktspezifika der ARIS-Suite in Bezug zu den Anforderungen in SOA Projekten. In der nachträglichen Diskussion kamen die Forumsteilnehmer zu dem Konsens, dass Toolunterstützung mit der ARIS-Suite generell sinnvoll, aber im SOA Umfeld nur partiell möglich ist.

Wir danken allen Referenten für Ihre wertvollen Beiträge und den zahlreichen Teilnehmern für ihr großes Interesse. Gerne diskutieren wir weiterführende Fragen mit Ihnen auf unserer Onlineplattform im XING-Forum "Process & IT Integration".

Die Vorträge der Referenten finden Sie ab sofort als Download-Link in unserer
XING-Gruppe in dem Forum "Business Process Management"

02.04.09

4. Process & IT Integration Forum

Von EAI zu SOA - Ein evolutionärer Integrationsansatz

Bereits zum vierten Mal trafen sich am 26. März 2009 IT-Experten, Hochschulprofessoren und Vertreter großer europäischer Wirtschaftsunternehmen in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, um sich zu aktuellen Integrationskonzepten und -strategien auszutauschen. Zu dem Schwerpunktthema des Abends: "Von EAI zu SOA - Ein evolutionärer Integrationsansatz", begrüßten Prof. Dr. Horst Beidatsch (HTW Dresden) und Moderator Jan Häußler (ITARICON GmbH) die geladenen Referenten Marcus Koschlig (Volkswagen Financial Services AG), Christian Scholz (ITARICON GmbH) und Dr. Udo Paltzer (SAP AG).

Schirmherr Prof. Dr. Horst Beidatsch (HTW Dresden) eröffnete mit seinem Vortrag "Process follows IT?" den Abend. Ausgehend von bereits etablierten Enterprise Application Integration (EAI) Szenarien stellte er die wesentlichsten Aspekte und Merkmale von EAI und deren zugrunde liegenden Technologien vor. Dabei zeigte Prof. Beidatsch nicht nur die Entwicklung von klassischen Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen hin zu serviceorientierten Lösungsansätzen, sondern erörterte auch, wie genau sich existierende EAI-Plattformen als Basis zukünftiger serviceorientierter Landschaften verwenden lassen. Kritisch diskutierte er die Chancen und Risiken rein technischer Wiederverwendung von Schnittstellen und Services. Gleichsam dem unbeherrschbaren "Schnittstellenspaghetti" vor EAI befürchtet Prof. Beidatsch, dass bei serviceorientierten IT-Landschaften eine Vielzahl von unterschiedlichen Services mit ähnlicher Ausprägung entstehen könnte. Damit würde ein neues Governance-Problem in den IT-Abteilungen entstehen. Deshalb plädiert Prof. Beidatsch dafür, von Anfang an das Hauptaugenmerk auf Verwaltungs- und Steuerungsmechanismen für die SOA-Artefakte zu legen.

Wie moderne Integrationsansätze konzipiert und praktisch umgesetzt werden, zeigte das Vortragsduo Marcus Koschlig von der Volkwagen Financial Services AG und Christian Scholz von der ITARICON GmbH. Die Volkswagen Financial Services AG führte bereits 2003 mit der SAP Exchange Infrastructure (SAP XI) eine EAI-Plattform ein und erweiterte sie in den folgenden Jahren konsequent in Richtung fachlicher Serviceorientierung. Mit dieser Initiative schuf der erfolgreiche Finanzdienstleister bereits frühzeitig die optimale Grundlage für die Nutzung serviceorientierter Strukturen. Herr Koschlig und Herr Scholz, die mehr als sechs Jahre an der gemeinsamen Integrationslösung arbeiteten, gaben einen praxisnahen Einblick in die verwendeten EAI-Konzepte und zeigten welche Hürden bei geplanten und laufenden SOA-Einführungen genommen werden müssen. Eine zunächst banal erscheinende Maßnahme aus den Anfangstagen des VW FS AG Integrationsteams, die Konzeption und Einführung eines "Integrations-Wikis" als Dokumentations- und Governance-Tool, erwies sich als Schlüsselkriterium für den späteren Erfolg und legte den Grundstein zur Schaffung einer gemeinsamen "Sprache" für Fachbereiche und IT-Abteilungen. Aktuell steht der nächste Evolutionsschritt bevor, die Migration des Wikis in ein reguläres Repository zur Untersetzung der Governance durch festgeschriebene Prozesse und Richtlinien.

Die erfolgreiche Umsetzung zeitgemäßer Architekturinitiativen und Integrationsprojekte sollte wirkungsvoll von leistungsfähigen "Werkzeugen" unterstützt werden. In seinem Vortrag "SAP Process Integration - Die SOA Middleware der SAP AG" stellte Dr. Udo Paltzer von der SAP AG die Integrationsplattform des Walldorfer IT-Branchenriesen vor. Das Produkt SAP NetWeaver Process Integration 7.1 (SAP PI) stellt dabei eine konsequente Weiterentwicklung der SAP Exchange Infrastructure (SAP XI) in Richtung SOA dar. Das Enterprise Service Repository, die Service Registry und der Service Bus sind dabei Funktionen, die über die üblichen Basisfunktionen für die Integration unternehmensinterner und -externer, heterogener Anwendungen hinausgehen und den Aufbau serviceorientierter Integrationslandschaften erleichtern oder sogar forcieren.

Als besonders erfreulich beim 4. Pro IT-Forum haben wir die Teilnahme von Vertretern namhafter europäischer Unternehmen, wie z.B. der Vattenfall AG und der Volkswagen AG trotz anhaltender Finanzkrise, und die zahlreiche Teilnahme von Studenten verschiedenster Studienrichtungen wahrgenommen. Zu jedem der Vorträge gab es engagierte Diskussionen und neue Erkenntnisse bei allen Beteiligten.

Mit dem 4. Forum zum Thema "Integration" vollendet das Pro IT-Forum seinen ersten Zyklus erfolgreich. Der folgende Zyklus startet am 25. Juni 2009 und widmet sich dem Thema Business Process Management, dann voraussichtlich mit Vorträgen zu den Auswirkungen von SOA auf Unternehmensprozesse und deren Aufbauorganisation. Bitte Vormerken.

Wir danken allen Referenten für Ihre wertvollen Beiträge und den zahlreichen Teilnehmern für ihr großes Interesse. Gerne diskutieren wir weiterführende Fragen mit Ihnen auf unserer Onlineplattform im XING-Forum "Process & IT Integration".

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30.10.2008

3. PROCESS & IT INTEGRATION FORUM

Unternehmensweites Architektur-Management macht die IT-Landschaften transparent und ermöglicht so eine strategisch gesteuerte IT-Entwicklung

In der Hochschule für Technik und Wirtschaft trafen sich am 30. Oktober 2008 IT-Experten, Hochschulprofessoren und Vertreter der Wirtschaft zum 3. Process und IT Integration Forum.

Zum Hauptthema des Abends: "Enterprise Architecture Management. Eine Voraussetzung für erfolgreiche SOA-Projekte!", begrüßten Schirmherr Prof. Dr. Horst Beidatsch (HTW Dresden) und Moderator Falk Ostermann (ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH) die geladenen Referenten Herrn Carsten Wojtaszek (Volkswagen AG), Daniel Kunze (ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH) und Herrn Dr. Christoph F. Strnadl (Software AG).

Mit seinem Vortrag "Herausforderungen heterogener IT-Landschaften" eröffnete Herr Wojtaszek von der Volkswagen AG die Expertenrunde. Nach einer ersten Einführung in die komplexe und international ausgerichtete Struktur des deutschen Automobilherstellers, stellte Herr Wojtaszek das Volkswagen SOA-Programm vor. Dieses basiert auf einer IT-Modulbaukasten-Strategie, die der Konzern mittels einer serviceorientierten Architektur implementiert. Bei Volkswagen wird SOA als das erkannt, was es ist: eine alternativlose IT-Strategie zum Aufbau funktionierender Verwaltungs- und Planungsmechanismen (SOA Governance) für ein erfolgreiches Handling von ständig steigender Komplexität in der IT. Gut durchdacht und implementiert verringern serviceorientierte Architekturen zwar nicht die Komplexität heterogener IT-Landschaften, tragen jedoch entscheidend dazu bei, die Unternehmens-IT transparenter und damit beherrschbarer zu machen, so das Fazit von Herrn Wojtaszek. Veranschaulicht wurde der bidirektionale Steuerungsansatz, in dem parallel Projekte aktiv unterstützt (dezentral) und zeitgleich grundlegende Governance Methoden, wie zum Beispiel ein Domänenmodell, etabliert werden (zentral). Sehr aufschlussreich war an dieser Stelle ein Bewertungsmodell für Projekte, in dem der SOA Reifegrad ermittelt und kommuniziert wird.

Zum Auftakt des zweiten Vortrages nahm sich Herr Daniel Kunze fünfzehn Minuten Zeit dem Publikum grundlegende Konzepte und Prinzipen von IT-Anwendungslandschaften, der Bebauungsplanung und dem Konzept SOA plastisch zu erläutern. Auf diese Weise wurde auch bei fachfremden Forumsbesuchern das für die Folgevorträge wichtige Grundverständnis gelegt und ein Einstieg in den folgenden Vortrag geschaffen.

Was bewirkt Enterprise Architecture Management in den komplexen Strukturen heutiger IT-Konzerne? Ist es die Dokumentation der IT-Landschaft, der Bebauungsplan, schlicht ein Managementprozess oder das Zusammenspiel all dieser Komponenten? Am Ende des Vortrages war die Antwort klar - Enterprise Architecture Management ist ein strukturierter und aufeinander abgestimmter methodischer Werkzeugkasten für die zielgerichtete Entwicklung der IT-Landschaft. Mittels dieses Werkzeugkastens lassen sich alle relevanten Aspekte von IT-Anwendungen (unterstützte Prozesse, Kosten, Technologie, usw.) in der Anwendungslandschaft und das Zusammenspiel dieser mit den Prozessen im Unternehmen strukturiert in historisierter, aktueller und zukünftigen Ausprägungen darstellen und auswerten.
Die wichtigste Aufgabe von EAM ist jedoch nicht die Darstellung existierender Anwendungen, sondern eine darauf aufbauende strategische Bebauungsplanung auf den verschiedenen Ebenen der Facharchitektur, Integrationsarchitektur und Anwendungsarchitektur. Herr Kunze veranschaulichte an dieser Stelle sehr eindrucksvoll was geschieht, wenn man eine dieser Ebenen vernachlässigt. Indem in der eher technisch veranlagten Integrationsarchitektur ein stärkerer Bezug zu den Geschäftsprozessen hergestellt wird, entwickelt sich diese zur Servicearchitektur und stabilisiert somit die Architekturebenen. In diesem Verständnis legt EAM die Grundlage für erfolgreiche SOA-Projekte, die dringend eine abgestimmte und zentrale IT-Strategie, Planung und Steuerung benötigen.

Eine weitere wichtige Grundlage für die Einführung von SOA stellen Repositories dar, eine Art Verwaltungswerkzeug für das Controlling der zentralen IT-Steuerungsmaßnahmen. Um diese Perspektive im Forum entsprechend zu beleuchten, wurde ein Architekt eines Software OEMs geladen, der derartige Tools anbietet. Herr Dr. Christoph F. Strnadl, ein Architekt aus dem technischen Vertrieb der Software AG in Wien, stellte in seinem Vortrag das Produkt CentraSite ActiveSOA, eine Registry- und Repository-Lösung für das Management von Enterprise SOA vor. Herr Strnadl betonte die Bedeutung von SOA-Governance als eine Voraussetzung für SOA-Initiativen und erklärte welche Möglichkeiten CentraSite ActiveSOA für das Management von SOA-Programmen bietet. In seinem Vortrag führte Herr Strnadl aus wie sich geeignete SOA-Governance-Prozesse und CentraSite ActiveSOA gegenseitig ergänzen und beeinflussen müssen, um gemeinsam sowohl Akzeptanz als auch Beherrschbarkeit, auch von komplexen SOA Landschaften, sicher zu stellen. Hervorgehoben wurde dabei die sehr individuelle Anpassbarkeit des Produktes an Kundenwünsche. Mit Hilfe dieser zielgruppenorientierten Gestaltung und der Möglichkeit der technologischen Föderation steht der Integration in bestehende Landschaften nichts mehr im Weg.

Im Anschluss an die drei Vorträge diskutierten die rund 70 Teilnehmer gemeinsam mit den Referenten über die Leistungsfähigkeit von Enterprise Architecture Management im Zusammenhang mit serviceorientierten Ansätzen. Dabei wurde deutlich, dass eine Diskussion über Möglichkeiten und Chancen von EAM und SOA nicht umhin kommt, eine klare Abgrenzung vorzunehmen. Wie bei allen Projekten ist es auch hier unerlässlich ein fundiertes methodisches Vorgehen zu verankern. Herausforderung ist und bleibt die Integration zentraler IT-Architekturinitiativen in die bestehende Unternehmensorganisation und letztlich auch die Finanzierung projektübergreifender Architekturthemen generell.

Das folgende 4. Pro IT Forum im Februar wird sich mit einem weiteren spannenden Thema aus unserem Themenzyklus mit dem Schwerpunkt Integration beschäftigen.

Wir danken allen Referenten für Ihre wertvollen Beiträge und den zahlreichen Teilnehmern für ihr großes Interesse. Gerne diskutieren wir weiterführende Fragen mit Ihnen auf unserer Onlineplattform im XING-Forum "Process & IT Integration".

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29.05.2008

2. PROCESS & IT INTEGRATION FORUM
Business Process Management wird Realität

Das Thema unseres 2. Process & IT Integration Forums am 29. Mai 2008 und die dazu auf der WebSite veröffentlichten Fragen hatten lebhaftes Interesse geweckt. Viele Teilnehmer der ersten Veranstaltung vom Januar dieses Jahres haben auch das 2. Forum besucht. Zudem konnten wir neue Gäste aus den Reihen der Hochschulprofessoren begrüßen und weitere Vertreter aus der Wirtschaft. Besonders groß war die Resonanz bei den Studenten der Wirtschafts-Informatik. Der Hörsaal N101 im Neubau der HTW Dresden platzte förmlich aus den Nähten. Wir freuen uns über die wachsende Zahl von Interessenten an unserer IT-Expertenrunde.

Ihrem Credo folgend hatten die Veranstalter für das 2. Process & IT Integration Forum das Thema "Was leistet BPM? - Von der Prozessanalyse zum ausführbaren Prozess" gewählt. Im Kreis der anwesenden Experten aus Wissenschaft und Praxis standen Fragen zur Diskussion wie: Welche Möglichkeiten bietet BPM als Methodik? Ist der klassische Ansatz zur Geschäftsprozessmodellierung (GPM) eine adäquate Antwort auf die Herausforderungen komplexer Unternehmensprozesse? Wie lassen sich Prozesse transparent machen und somit steuern, um mehr Flexibilität und eine größere Wettbewerbsfähigkeit meines Unternehmens zu erreichen?

Der Schirmherr des Forums, Prof. Dr. Horst Beidatsch (HTW Dresden), begrüßte die Anwesenden und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass für das 2. Process & IT Integration Forum als Referenten Prof. Dr. Michael Thiel (HTW Dresden), Erik Köhler (ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH), Markus Lemke (Volkswagen Financial Services AG) und Ines Merk (IBM AG) gewonnen werden konnten. Besonders würdigte er das zahlreiche Erscheinen seiner Kollegen aus dem eigenen Hause und die Teilnahme von Frau Prof. Dr. Strahringer vom Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik der TU Dresden. Moderiert wurde das Forum von Falk Ostermann (ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH).

Im ersten Teil der Veranstaltung beleuchtete Herr Prof. Dr. Michael Thiel aus Sicht der Wissenschaft "Geeignete Analyse- und Abbildungsmethoden für die Geschäftsprozessmodellierung". Seine Ausführungen gaben den Startschuss für die Diskussion: interessierte Rückfragen wurden gestellt, Praktiker stellten ihre Sichtweise dar, kurze Statements zu alternativen Konzepten wurden gegeben. Diese Fragen und Statements wurden anschließend von Erik Köhler (ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH) wieder aufgegriffen. In seinem Vortrag "Fachliche Prozesse technisch Ausführen und Steuern? - Die Service-orientierte Prozessmodellierung schlägt die Brücke zwischen den Modellwelten!" konnte er aus der Perspektive des IT-Architekten Antworten auf die gestellten Fragen geben und neue Aspekte zu Governance und Methodik in die Diskussion einbringen.

Nach einer kurzen Pause, in der sich die auch wegen der sommerlichen Temperaturen erhitzten Gemüter erfrischen und neue Kontakte knüpfen konnten, kamen die Anwender und Entwickler von BPM zu Wort.

Den zweiten Teil des Forums eröffnete Herr Markus Lemke (Volkswagen Financial Services AG) mit seinem Referat "Von der Prozesslandkarte zum Business Activity Monitoring". In seinem Beitrag machte Herr Lemke deutlich, dass die Themen Prozesstransparenz und Prozesssteuerung für große Finanzdienstleister wie die Volkswagen Financial Services AG wichtige Erfolgsfaktoren sind. Unter Verwendung innovativer Methoden und Technologien in Kombination mit einer leistungsfähigen Service-Architektur soll die technische Steuerung von Prozessen Realität werden. Geschäftsszenarien werden in verteilten Anwendungssystemen implementiert und steuern die wertschöpfenden Unternehmensprozesse. Über definierte Messpunkte in diesen Prozessen soll mittels Business Activity Monitoring (BAM) eine sowohl fachliche als auch technische Überwachung von Prozessabläufen und -kennzahlen ermöglicht werden. Die zunehmende Komplexität von Geschäftsprozessen und die damit einhergehende starke Interaktion von Menschen, Informationen und Anwendungssystemen im Finanzsektor erfordern neue leistungsfähige Ideen und Architekturkonzepte um die IT-Landschaft zu flexibilisieren. Auf diesem Wege werden Unternehmen kosteneffizienter und verbessern ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den anspruchsvollen und sehr detaillierten Beitrag von Frau Ines Merk zum Thema "Geschäftsprozessmanagement - eine innovative Lösung am Beispiel der Optimierung eines Prozesses vom Verkauf zur Produktion eines Produktes".

Frau Merk stellte die Implementierung der IBM SOA-Suite und die darin beinhalteten Softwarewerkzeuge vor. Den Einstieg bildete der "WebSphere Business Modeler", welcher in einer an BPMN angelehnten Notation die Modellierung von Geschäftsprozessen und Ressourcen unterstützt. Dem folgte anhand eines Beispiels im "WebSphere Integration Developer", wie die modellierten Geschäftsprozesse in eine technische Umgebung transformiert und integriert werden. Zur IT-seitigen Implementierung der Prozesssteuerung wurde dem Forums-Publikum der 'WebSphere Business Monitor' präsentiert. Der Monitor zeichnet sich aus der Sicht der IBM besonders durch intuitive Bedienbarkeit, einfache Anpassbarkeit und durch die Verknüpfung von fachlichen und technischen Prozessinformationen aus. In dem knapp einstündigen Vortrag konnten die Forumsbesucher einen ersten Eindruck gewinnen, wie BPM in der technischen Realisierung aussieht.

Das 2. Process & IT Integration Forum wurde dem Anspruch der IT-Expertenrunde gerecht, das gestellte Thema und die aufgeworfenen Fragestellungen ganzheitlich zu betrachten, Chancen und Risiken in der Diskussion gegenüberzustellen und auf neue Lösungsansätze aufmerksam zu machen.

Wir danken allen Referenten für Ihre wertvollen Beiträge und den zahlreichen Teilnehmern für ihr großes Interesse. Gerne diskutieren wir weiterführende Fragen mit Ihnen auf unserer Onlineplattform im XING-Forum "Process & IT Integration".

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17.01.2008

Fulminante Auftaktveranstaltung an der HTW Dresden

über 60 Gäste, darunter Professoren, Studenten und Unternehmensvertreter folgten der Einladung von Schirmherrn Prof. Horst Beidatsch und nahmen am 17. Januar 2008 am ersten Process & IT Integration Forum an der HTW Dresden teil. Nach einführenden Worten durch Prof. Beidatsch zu Zielen und Ansprüchen des Forums, eröffnete Ralf Konwalinka (ITARICON Gesellschaft für IT-Architektur und Integrationsberatung mbH) mit seinem Vortrag "Flexibilisierung von Unternehmen durch prozessgetriebene Integrationsarchitekturen" das ambitionierte IT-Forum.

Die rege Diskussion auf dem 1. Process & IT Integration Forum belegt das große Interesse an der Thematik. Parallel zum Forum besteht die Möglichkeit bei XING Mitglied der Gruppe "Process & IT Integration" zu werden. Fachliche Aspekte des Themas können dort vertieft diskutiert werden:

www.xing.com/group-14324.da7f50

17.01.2008

Auftaktveranstaltung

1. PROCESS & IT INTEGRATION FORUM

Flexibilisierung von Unternehmen durch prozessgetriebene Integrationslösungen auf Basis serviceorientierter Architekturen (SOA)

In global vernetzten Märkten verändern sich Geschäftsprozesse in immer kürzeren Zyklen. Nur Unternehmen, die flexibel auf Veränderungen reagieren, können im Wettbewerb bestehen. Voraussetzung dafür ist eine kontinuierliche Optimierung ihrer Geschäftsprozesse. Diese Anforderungen treffen auf historisch gewachsene heterogene IT-Landschaften mit einem Mix aus unterschiedlichen Technologien, Eigenentwicklungen und Standardsoftware. Klassische Integrationsansätze und Standardisierungsbestrebungen können dabei häufig die Lücke zwischen IT und Fachbereichen nicht überbrücken. Doch inwieweit helfen neue Technologien, damit Unternehmen und deren IT flexibler und agiler werden? Was versprechen Ansätze aus Business Process Management und serviceorientierte Architekturen? Der Vortrag skizziert methodische Ansätze zur Flexibilisierung von IT-Landschaften mit geschäftsprozessorientierter Integration und eröffnet gleichzeitig das Themenfeld des neu gegründeten Forums.

Wir danken allen Referenten für Ihre wertvollen Beiträge und den zahlreichen Teilnehmern für ihr großes Interesse. Gerne diskutieren wir weiterführende Fragen mit Ihnen auf unserer Onlineplattform im XING-Forum "Process & IT Integration".

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Event Rückblick

15.04.2010
7. PROCESS & IT INTEGRATION FORUM
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29.10.2009
6. PROCESS & IT INTEGRATION FORUM
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01.07.09
5. Process & IT Integration Forum
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02.04.09  
4. Process & IT Integration Forum  
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30.10.2008
3. Process & IT Integration Forum
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29.05.2008
2. Process & IT Integration Forum
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17.01.2008
1. Process & IT Integration Forum
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